Di

10

Sep

2013

Neues Widerrufsrecht: Änderungen ab Juni 2014

Der Bundestag hat noch vor der Sommerpause ein Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechte-Richtlinie in Deutschland verabschiedet. Ziel der EU-Richtlinie ist es, die Rechte der Verbraucher europaweit zu vereinheitlichen, um so einen verlässlichen Verbraucherschutz zu gewährleisten. Das neue Gesetz wird am 13. Juni 2014 in Kraft treten. Händler sollten sich frühzeitig über die Änderungen informieren, die im nächsten Jahr auf sie zukommen werden.
Einen kurzen Überblick über die bisherigen und neuen Regelungen geben wir Ihnen hier.
1. Widerrufsfrist
Neu: Die Widerrufsfrist wird für alle Mitgliedstaaten auf 14 Tage ab Erhalt der Ware festgelegt.
Bisher: Bisher betrug die Mindestfrist in einigen Ländern nur 7 Tage.
2. Widerrufsrecht bei falscher Belehrung
Neu: Das sogenannte “ewige Widerrufsrecht” wird abgeschafft. Im Falle einer fehlenden oder nicht korrekten Widerrufsbelehrung verlängert sich das Widerrufsrecht nach Ablauf der 14-Tages-Frist auf 12 Monate.
Bisher: Nach bisherigem Recht bleibt das Widerrufsrecht unbefristet ("ewig") bestehen, wenn der Verbraucher keine oder eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung erhalten hat.
3. Widerrufserklärung
Neu: Verbraucher müssen den Widerruf in Zukunft ausdrücklich erklären. Das bloße Zurücksenden der Ware reicht dafür nicht aus.
Bisher: Derzeit genügt noch die alleinige Rücksendung der Ware für eine Widerrufserklärung.
4. Kosten der Hinsendung
Neu: Die regulären Hinsendekosten trägt der Online-Händler mit Ausnahme etwaiger Expresszuschläge.
Bisher: Online-Händler mussten auch bisher schon dem Verbraucher die Kosten für die Hinsendung der Ware erstatten, jedoch zählten Zuschläge für Express- oder Nachnahmeversand ebenfalls zu den Hinsendekosten.
5. Kosten der Rücksendung
Neu: Die Rücksendekosten bei Ausübung des Widerrufsrechts sind ‑ unabhängig vom Warenwert ‑ künftig vom Verbraucher zu tragen, wenn der Händler über diese Rechtsfolge belehrt hat.
Bisher: Bislang konnten Online-Händler dem Verbraucher die Kosten für die Rücksendung der Ware nur dann vertraglich im Rahmen einer Kostentragungsvereinbarung auferlegen, wenn der Preis der zurückzusendenden Ware nicht mehr als 40,00 Euro betrug.
6. Zurückbehaltungsrecht
Neu: Der Online-Händler kann die Rückerstattung des Kaufpreises verweigern, solange er die Ware nicht erhalten oder der Verbraucher die Rücksendung der Ware nicht nachgewiesen hat.
Bisher: Sowohl der Online-Händler als auch der Verbraucher haben das Recht, die eigene Leistung bis zur Erfüllung der Gegenleistung zu verweigern.
7. Erweiterung der Ausnahmen vom Widerrufsrecht
Neu: Neu hinzukommen werden nun zahlreiche Ausnahmen von Waren, für die das Widerrufsrecht nicht gelten wird, z.B.:
    •    ·        die Lieferung von versiegelten Waren,
    •    ·        die Lieferung von Waren, die aufgrund ihrer Beschaffenheit untrennbar mit anderen Gütern vermischt wurden, wie zum Beispiel bei der Lieferung von Heizöl,
    •    ·      
So wird es künftig also nicht mehr möglich sein, bei der Lieferung versiegelter Waren ‑ die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind ‑ den Vertrag zu widerrufen.
8. Kein Widerrufsrecht bei Downloads
Neu: Ein Erlöschen des Widerrufsrechts bei Downloads wird erstmals explizit geregelt.
 
Bisher: Hierzu fehlten bislang konkrete gesetzliche Regelungen. Allerdings haben einzelne Gerichte bereits entschieden, dass bei einem Download-Produkt der Widerruf ausgeschlossen ist. Mit der gesetzlichen Neuerung wird diese Rechtsprechung bestätigt.

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Do

03

Mai

2012

Wie gut ist eine Website: 50 Millisekunden entscheiden

Forscher der kanadischen Carleton University haben versucht herauszufinden, wie schnell Website-Besucher ein Urteil über eine Website fällen können.

 

Ihr Ergebnis: Sie brauchen nur 50 Millisekunden.

 

Das heisst: schnelle Ladezeiten, ein klarer Seitenaufbau, anziehende Farben oder attraktive Bilder sind wichtig, um den Nutzern einern guten ersten Eindruck zu verschaffen.

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